Erster Grazer Zitherverein seit 1876

Der heute älteste Zitherverein Österreichs wurde 1876 von Herrn Vaupotic noch zu Monarchiezeiten gegründet. Damals wusste der Gründernatürlich noch nichts von den geschichtlichen Erschütterungen, denen der Verein ausgesetzt sein würde. Dass der Verein trotz zweier Weltkriege und ihrer Auswirkungen nie aufgelöst wurde, ist den damaligen Zitherspielern hoch anzurechnen.

Dem Begründer des Vereins folgten die Obmänner Weber, Kattinger und Tschupik, die auch als Komponisten tätig waren. Um 1900 übernahm Lindemayer die Leitung und betreute den Verein 27 Jahre lang. Danach wurden zwei Zitherspielerinnen mit der Führung betraut. Es waren dieDamen Sovrano und Reuscher. Ihnen folgte Uhlmann, der bis 1938 dieGeschicke des Vereins lenkte.

Der Zweite Weltkrieg unterbrach dann die Aktivitäten des Ersten Grazer Zithervereins.

Die erste Generalversammlung fand am 17. Jänner 1948 statt und unter dem Obmann Bierbaum konnte die Vereinstätigkeit wieder voll aufgenomme werden.

Herr Pfeiffer übernahm anschließend die Rolle des Obmanns. Er wurde von Zaiser, der auch gleichzeitig Dirigent war, abgelöst. Zaiser war nicht nur ein großartiger Zitherspieler, sondern auch ein hervorragender Komponist, der dem Zitherverein über 100 Musikstücke hinterlassen hat.

1968 übernahm Frau Wiedner den Verein. Unser langjähriger Dirigent Alfred Leitner war damals bereits aktives Mitglied sowie auch Roman Hobel.

1994 übernahm Horst Heinrich die Funktion des Obmanns. Der Verein dankte Frau Wiedner für ihren Einsatz als Obfrau über 25 Jahre hinweg und Horst Heinrich überreichte ihr die goldene Zitherbrosche. Frau Wiedner ist nun Ehrenmitglied des Vereins.

Seit 1998 leitet Susanne Weitlaner als Obfrau die Geschicke des Vereins.

2009 – 2016 übernahm Josefa Tasotti vorübergehend die musikalische Leitung.

Seit 2017 hat der Zither-Profi und ehemaliges EGZV-Mitglied Johannes Rohrer die Musikalische Leitung inne.

Der Verein bemüht sich auf der einen Seite die traditionelle Linie des Zitherspiels aufrecht zu erhalten, auf deranderen Seite neuen Stilrichtungen einen Platz einzuräumen. Diese breite Fächerung soll auch bewirken, dass sich junge ZitherspielerInnen dem Verein anschließen. So bleibt zu hoffen, dass auch im 21. Jahrhundert im Ersten Grazer Zitherverein weiterhin fleißig „gezithert“ wird.

 

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