Pauline Grengl

Unsere Pauline, gebürtige Obersteirerin, lernte im Alter von 11 Jahren gemeinsam mit ihrer Schwester bei Herrn Johann Murer (pensionierter Eisenbahner und passionierter Zitherspieler) die Zither zu spielen. Zuerst gab es für beide Kinder gemeinsam nur ein altes Instrument, aber da beide solch eine Begeisterung an den Tag legten überraschte sie der Vater eines Tages mit einer zweiten Zither. Anschließend konnten sie dann auch in der Musikschule Murau ihr erlerntes Können verfeinern.

Nach ihrer Heirat und der Geburt ihrer beiden Töchter wurden Kinderlieder aktuell. Über eine ältere Zither-spielende Nachbarin ihres damaligen Wohnortes in Mariahof bei Neumarkt bekam Pauline dann die Gelegenheit zur Erweiterung ihres Zither-Repertoires und sie schrieb tage- bzw. nächtelang zahlreiche Lieder ab und Notenhefte voll – denn einen Kopierer gab es damals noch nicht. Erst 1976 wurde Pauline das erste mal aktives Mitglied beim EGZV als ihr Mann dienstlich (er war auch Eisenbahner) nach Graz versetzt wurde und sie hier für die nächsten 10 Jahre lebten. Ab 1986 führte das Dienstleben ihres Mannes sie dann für 15 Jahre zurück in die Obersteiermark. In dieser Zeit konnte Pauline ihrer Musik-Leidenschaft aber mit vier anderen Musikerinnen nachgehen und sie musizierten viele Jahre gemeinsam. Als ihr Mann 2001 verstarb zog es Pauline zurück in die Nähe von Graz und seit 2002 ist sie wieder aktives Mitglied des EGZV. Auch sie spielt die Diskantzither mit Wiener Stimmung.

Paulines persönliches Lieblingsspiel ist die Volksmusik, daneben zählen Charakterstücke wie „Der Dritte Mann“ zu ihrem Repertoire. Die Zither hat ihr Zeit ihres Lebens über viele schwere Stunden hinweg geholfen und ist ihr bis heute eine treue Begleiterin im Leben geblieben.