Eva Demel

Als etwa dreizehnjähriges Mädchen fuhr sie mit Ihren Eltern auf Urlaub. In einem Eisenbahnabteil saß ein älterer Herr und spielte Zither. Der Klang dieses bisher ihr unbekannten Instrumentes fesselte sie dermaßen, dass sie bat, zuhören zu dürfen.
Am nächsten Tag, zurückgekehrt von einer Wanderung, fand sie im Pensionszimmer eine Jobst-Zither nebst Begleitschreiben. Sie war gerührt, aber dennoch landete die Zither im Schrank.
Zehn Jahre später holte sie die Zither begeistert hervor, da Grete Deutschmeister einen Zitherkurs anbot. Die Freude währte nur ein kurzes Jahr, da die verehrte Lehrerin aus gesundheitlichen Gründen den Kurs nicht mehr weiterführen konnte.
Wiederum landete die Zither im Schrank- diesmal für mehr als 35 Jahre, bis ihr das Schicksal in der Person der Maria Flack eine geduldige und kompetente Lehrerin zuführte, die ihr auch den Zugang zum Ersten Grazer Zitherverein öffnete. Aus gesundheitlichen Gründen kann Eva das Zitherspielen nicht mehr fortsetzen, aber sie unterstützt den Verein und seine Mitglieder mit ihren vielen anderen tollen Talenten.